„Wow, sieht die schön aus!“
Das hören wir ziemlich oft, wenn eine Eistorte zum ersten Mal auf einem Tisch steht.
Und dann kommt meist die nächste Frage:
„Moment – das ist eine Eistorte?“
Noch ein Wow.
Eine glänzende Oberfläche, schöne Farben, runde Form – alles erinnert erst einmal an eine klassische Torte. Bis man erfährt, dass unter der Oberfläche kein Tortenboden und keine Sahne stecken. Sondern Eis.
Und spätestens dann möchte eigentlich jeder wissen, wie sie von innen aussieht.
Also: Wie entsteht eigentlich eine Eistorte?
Alles beginnt mit verschiedenen Eissorten
Bei uns beginnt die Zubereitung der Eistorte mit der Auswahl der verschiedenen Eissorten. Für den Aufbau verwenden wir Silikonformen in verschiedenen Größen. Zuerst wird die kleinste Form mit einer Eissorte gefüllt. Dann kommt sie in den Gefrierschrank.
Sobald das Eis gefroren ist, nehmen wir den runden Eisblock aus der Form und setzen ihn in eine etwas größere Form. Dort füllen wir den Platz rund um den gefrorenen Eisblock mit der nächsten Eissorte. Dann wieder eine größere Form.
Und so geht es weiter. Wir bauen die Torte also von innen nach außen auf. So entstehen die verschiedenen Schichten, die man später beim Anschneiden sieht.
Und genau das ist einer unserer liebsten Momente. Die Torte steht fertig auf dem Tisch und niemand weiß zunächst genau, was ihn beim ersten Schnitt erwartet.

Foto: Eistorte im Schnitt (Beispiel)
Warum sieht jede Schicht anders aus?
Weil jede Schicht aus einer anderen Eissorte bestehen kann. Die Farben entstehen dabei nicht erst durch die Dekoration außen. Sie sind bereits Teil des Inneren. So können verschiedene Geschmacksrichtungen und Farben miteinander kombiniert werden – von dezenten Farbtönen bis zu richtig auffälligen Schichten.
Dabei geht es uns jedoch nicht nur darum, möglichst viele Farben in eine Torte zu bekommen. Die Kombinationen sollen auch geschmacklich funktionieren. Beim Essen sollte sie dann vor allem richtig gut schmecken.
Was passiert mit dem Eisblock?
Nachdem alle Eisschichten aufgebaut wurden, haben wir zunächst einen geformten, runden Eisblock. Dieser sieht jedoch noch nicht wie die fertige Eistorte aus.
Jetzt kommt das Semifreddo ins Spiel. Semifreddo ist eine halbgefrorene, luftige Mousse, die das Eis umschließt. Es ist ein wichtiger Bestandteil der Torte, da es dazu beiträgt, dass sie ihre Form und Temperatur besser hält.
So erhält die Eistorte nicht nur eine zusätzliche Textur, sondern auch die Stabilität, die sie für die nächsten Schritte und später für den Transport benötigt.
Nach dem Aufbau muss die Eistorte wieder tiefgefroren werden. Das ist ein wichtiger Schritt, denn so erreicht das Eis nicht nur die richtige Temperatur, sondern es wird auch die Grundlage für die Spiegelglasur geschaffen.
Diese benötigt eine vollständig durchgefrorene Oberfläche, damit sie sich entsprechend verhält. Erst wenn die letzte Schicht komplett gefroren und fest ist, können wir mit dem nächsten Schritt fortfahren.
Wie bekommt die Eistorte ihre glänzende Oberfläche?
Mit Spiegelglasur. Die tiefgefrorene Eistorte wird mit einer glänzenden Glasur überzogen. So entsteht am Ende eine glatte Oberfläche, die fast wie ein Spiegel aussieht.
Übrigens: Die Glasur ist unsere eigene Rezeptur, die speziell für unsere Eistorten entwickelt wurde. Denn klassische Glasuren sind für die tiefen Temperaturen nicht geeignet und werden nach dem Einfrieren schnell matt.
Und noch etwas gefällt uns an der Spiegelglasur besonders gut: Keine Eistorte sieht genau wie die andere aus. Je nach Technik, wie sich die Farben miteinander vermischen, und sogar abhängig davon, wie schnell wir die Glasur auftragen, entsteht jedes Mal ein anderes Muster.
Manchmal wissen wir selbst nicht genau, wie die Torte am Ende aussehen wird. Und so sind wir nach dem Glasieren manchmal genauso gespannt auf das Ergebnis wie unsere Kunden.

Aber wie kann man eine Eistorte transportieren?
Eine berechtigte Frage. Eis ist nicht gerade dafür bekannt, bei Raumtemperatur besonders stabil zu sein.
Unsere Eistorten können tatsächlich auch außerhalb des Gefrierfachs für längere Zeit stabil bleiben. Das Zusammenspiel aus Semifreddo und einer zusätzlichen Schicht Spiegelglasur erzeugt einen gewissen Thermoeffekt, durch den die Eistorte ungefähr eine Stunde lang einfach in einer Box transportiert werden kann.
Natürlich spielt die Außentemperatur dabei eine wichtige Rolle. Je kälter es ist, desto länger kann die Torte transportiert werden. Aber wir sprechen hier immer noch über Eis. Deshalb sollte die Torte im Gefrierfach aufbewahrt werden, wenn ihr sie nicht bald servieren möchtet.
Kein Gefrierfach? Kein Problem – wir bieten auch eine Lieferung zu einem Zeitpunkt an, der für euch passt.
Endlich auf dem Tisch
Die Torte, die ihr Geheimnis bis zum ersten Anschnitt bewahrt, steht endlich auf dem Tisch.
Sie kann während der gesamten Feier auf dem Tisch bleiben, bei den Fotos dabei sein und serviert werden, ohne dass jemand sich beeilen muss.
Und so entstehen unsere Eistorten.
Wenn ihr den ganzen Prozess sehen möchtet, schaut gerne auf unserem Instagram vorbei. Dort zeigen wir ganz oft, wie eine Eistorte entsteht.

